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Die Ausbildung zum QMB: Ihr strategischer Leitfaden für Qualitätsmanagement

Ein funktionierendes Qualitätsmanagementsystem (QMS) ist weit mehr als die reine Erfüllung von Normen. Es bildet das operative Rückgrat wettbewerbsfähiger Unternehmen. Selbst die besten Prozesse greifen jedoch nicht ohne die richtige Steuerung. Genau hier setzt die Ausbildung zum QMB an. Sie ist der entscheidende Faktor. Er bestimmt darüber, ob Ihr Qualitätsmanagement ein formaler Papiertiger bleibt oder zu einem echten Wertschöpfungsfaktor wird.

In unserer Beratungspraxis erleben wir fast täglich, dass kompetent ausgebildete Qualitätsmanagementbeauftragte (QMB) den Unterschied machen. Die Rolle hat sich massiv gewandelt. Der moderne QMB ist nicht länger nur der Hüter der Dokumentation. Er fungiert als operativer Motor für Qualität im gesamten Unternehmen. Er übersetzt abstrakte Normanforderungen in gelebte Praxis. Zudem sorgt er dafür, dass Fehlerkultur und Prozessoptimierung messbare Ergebnisse liefern.

Dieser strategische Leitfaden richtet sich an Führungskräfte und angehende Qualitätsverantwortliche. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei dieser Qualifikation wirklich ankommt und wie Sie das erlernte Wissen wirksam in Ihre Unternehmensstrukturen integrieren.

1. Die Rolle des QMB: Warum diese Qualifikation entscheidend ist

In unserer Beratungspraxis erleben wir den Qualitätsmanagementbeauftragten (QMB) selten nur als reinen Normenwächter. Vielmehr fungiert diese Rolle als entscheidendes Bindeglied zwischen der strategischen Ebene der Geschäftsführung und der operativen Umsetzung in den Fachabteilungen. Ein kompetenter QMB übersetzt abstrakte Normanforderungen in die Sprache des Unternehmens. Er sorgt dafür, dass Qualitätsmanagement nicht als bürokratische Last verstanden wird. Stattdessen dient es als Werkzeug zur Unternehmenssteuerung.

Die aktuelle Revision der ISO 9001:2015 fordert die explizite Benennung eines „Beauftragten der obersten Leitung“ formell nicht mehr. Dennoch bleibt die Funktion in der Praxis unverzichtbar. Die Norm verlangt in Kapitel 7.2 ausdrücklich die notwendige Kompetenz für qualitätsrelevante Tätigkeiten. Ohne eine fundierte Weiterbildung zum Qualitätsbeauftragten fehlt Unternehmen häufig die fachliche Instanz. Diese bündelt Kompetenzanforderungen und überwacht die Wirksamkeit des Managementsystems.

Wirtschaftlicher Nutzen und Prozessoptimierung

Die klassischen QMB-Aufgaben haben sich von der reinen Dokumentationspflege hin zum aktiven Prozessmanagement gewandelt. Dieser Wandel ist auch wirtschaftlich begründet. Ineffiziente Abläufe kosten Zeit und Geld. Prozessmanagement ist mittlerweile ein strategischer Erfolgsfaktor. Dies belegt die aktuelle BPM-Studie 2024 – BearingPoint. Für 42 Prozent der befragten Unternehmen hat dieses Thema eine hohe Priorität. Nur so bleiben sie im digitalen Wandel wettbewerbsfähig. Ein ausgebildeter QMB ist der Architekt dieser Prozesse.

Die Investition in ein strukturiertes System lohnt sich nachweislich. Eine wissenschaftliche Analyse zu Benefits and approaches of a quality management system – PubMed Central zeigt dies auf. Organisationen mit implementiertem QMS verbessern ihre Gesamtleistung und minimieren Risiken effektiver.

Branchenstandards und Kundenerwartungen

Insbesondere im B2B-Umfeld ist ein transparentes Qualitätssystem oft die Eintrittskarte für Aufträge. Dies gilt etwa im Maschinen- und Anlagenbau. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) unterstreicht regelmäßig die Bedeutung von QM-Standards als Qualitätsversprechen „Made in Germany“.

Praxis-Tipp: Nutzen Sie die Ausbildung Ihres QMB nicht nur zur Normerfüllung. Positionieren Sie die Rolle intern so, dass der QMB Befugnisse hat. Er muss Verbesserungen direkt anstoßen können. Ein QMB beherrscht Fehlerursachen, Maßnahmen und Wirksamkeitsnachweise aus dem Effeff. Wer hingegen nur Normkapitel zitiert, bietet keinen echten Wettbewerbsvorteil.

2. Voraussetzungen & Zielgruppe: Wer sollte die Ausbildung zum QMB absolvieren?

Bevor Sie oder Ihre Mitarbeitenden sich für eine QMB-Ausbildung entscheiden, gilt es, ein weitverbreitetes Missverständnis auszuräumen. Der Titel „Qualitätsmanagementbeauftragter“ (QMB) stellt selten den Einstieg in die Materie dar. Es handelt sich fast immer um eine Aufbaustufe.

In unserer Beratungspraxis erleben wir häufig Probleme beim direkten Einstieg in den QMB-Lehrgang. Ohne vorherige Grundlagenkenntnisse führt dies rasch zu Überforderung. Das Fundament bildet in der Regel die Qualifikation zur Qualitätsmanagement-Fachkraft (QMF). Hier werden die operativen Werkzeuge und Normengrundlagen vermittelt. Der QMB-Kurs legt den Fokus hingegen auf die strategische Steuerung und Weiterentwicklung des Managementsystems.

Definition und Zugangsvoraussetzungen

Die Anforderungen an Qualitätsstellen sind klar definiert. Die Bundesagentur für Arbeit gibt im Profil Fachkraft – Qualitätssicherung/-management – BERUFENET klare Hinweise. Die Tätigkeit setzt spezifische Kenntnisse in Prüf- und Qualitätstechnischen Verfahren voraus. Wer diese operativen Grundlagen nicht beherrscht, wird Schwierigkeiten haben. Die Management-Aspekte eines QMB-Kurses lassen sich dann kaum erfolgreich in die Praxis übersetzen.

Auch ein akademischer Abschluss allein reicht oft nicht aus. Die spezifischen Normforderungen der ISO 9001 müssen rechtssicher interpretiert werden. Dies zeigt etwa das CAREER Center – QMB – Hochschule München. Die dortige Zusatzqualifikation zum QMB wird gezielt als Ergänzung zum Studium angeboten. Diese akademische Validierung unterstreicht einen wichtigen Punkt. Methodenkompetenz im Qualitätsmanagement ist ein Handwerk. Es muss separat erlernt werden.

Zielgruppen: Für wen ist der QMB-Kurs geeignet?

Grundsätzlich richtet sich die Weiterbildung an drei Kernzielgruppen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen:

  • Führungskräfte und Geschäftsführungsmitglieder: Hier steht das Verständnis für die Lenkung des Systems im Vordergrund.
  • QM-Fachkräfte (QMF): Dies ist der logische nächste Karriereschritt. Der Wechsel erfolgt vom operativen Prüfen zum strategischen Gestalten.
  • Quereinsteiger mit technischer oder kaufmännischer Expertise: Sofern fundierte Vorkenntnisse zu internen Prozessen vorliegen, kann der Einstieg gelingen. Idealerweise wird dies durch Vorbereitungskurse flankiert.

Unsere Einschätzung: Modularer Aufbau oder Kompaktkurs?

Unternehmen stellen uns häufig eine Frage: „Reicht der einwöchige Kompaktkurs?“ Unsere Antwort lautet differenziert. Es kommt stark auf Ihr Umfeld an.

Wir raten dringend von reinen „Fast-Track“-Formaten ab, wenn Sie in regulierten Branchen tätig sind. Dazu zählen etwa Automotive oder Medizintechnik. Auch bei Unternehmen mit hoher Prozesskomplexität ist Vorsicht geboten. In solchen Fällen führt das verdichtete Lernen oft nur zu kurzfristigem Prüfungswissen. Eine nachhaltige Verankerung findet nicht statt.

Praxis-Tipp: Prüfen Sie vor der Buchung Ihre Ausgangslage. Ein modularer Aufbau ermöglicht den Transfer des Gelernten in den Arbeitsalltag. Starten Sie mit dem QMF, sammeln Sie Praxis und folgen Sie dann mit dem QMB. Die vermeintliche Zeitersparnis eines Kompaktkurses wird oft teuer erkauft. Spätere Unsicherheiten und der Bedarf an externer Nachberatung sind die Folge. Wählen Sie den Fast Track nur bei signifikantem Vorwissen durch jahrelange Praxis.

3. Zentrale Inhalte der Ausbildung: Mehr als nur Theorie

Eine hochwertige Ausbildung zum Qualitätsmanagementbeauftragten (QMB) geht weit über das bloße Auswendiglernen von Normkapiteln hinaus. In unserer Beratungspraxis unterscheiden wir oft zwischen zwei Typen. Es gibt den „Theoretiker“, der Kapitel rezitiert. Und es gibt den „Praktiker“, der Normanforderungen in die Sprache des Unternehmens übersetzt. Ein guter Lehrgang muss Sie genau dazu befähigen. Sie müssen Lücken zwischen dem dokumentierten Soll und dem gelebten Ist erkennen und schließen.

Die Curricula renommierter Anbieter decken in der Regel folgende Kernbereiche ab:

  • ISO 9000 & 9001 (Grundlagen): Das Verständnis der Normarchitektur und der strategischen Bedeutung eines QMS.
  • Dokumentation & Prozessmanagement: Die Lenkung von Prozessen ohne unnötige Bürokratie.
  • Interne Audits: Planung und Durchführung von Prüfungen zur Sicherstellung der Konformität. Dabei ist die ISO 19011 der maßgebliche Leitfaden für das Auditieren von Managementsystemen. Die Wichtigkeit dieses Regelwerks erläutert die DQS umfassend: ISO 19011: interne Audits kompetent managen – DQS.
  • KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess): Methoden zur stetigen Weiterentwicklung der Organisation.

Entscheidend für die Zukunft: Der Blick auf die ISO 9001:2026

Wir empfehlen Ihnen dringend einen genauen Blick auf die Kursinhalte. Achten Sie auf Zukunftssicherheit. Viele Ausbildungen sind noch statisch auf dem Stand von 2015. Ein moderner QMB muss jedoch die kommende Revision kennen. Diese setzt neue Schwerpunkte wie „Quality Culture“ und ethisches Verhalten. Wenn Sie etwa eine Ausbildung als QMB beim TÜV SÜD anstreben, sollten Sie die Module prüfen. Diese sollten bereits auf die kommenden Änderungen eingehen.

Einen detaillierten Überblick über die zu erwartenden Neuerungen bietet folgender Beitrag: DIN EN ISO 9001:2026 – Alles zur neuen Revision – TÜV SÜD. Hier sehen Sie die neuen Anforderungen. Themen wie der Klimawandel werden in der Kontextanalyse künftig eine verpflichtende Rolle spielen. Dieses Wissen sollten Sie bereits heute aufbauen.

KVP als Motor der Unternehmensentwicklung

Ein oft unterschätzter Teil der Ausbildung ist der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP). Es reicht nicht, Fehler nur zu korrigieren. Das Ziel ist eine Kultur der stetigen Optimierung. Wir erleben in Projekten häufig ein Scheitern des KVP. Dies passiert meist, wenn er nur als Werkzeug und nicht als mitarbeiterorientierter Prozess verstanden wird.

Die wissenschaftliche Einordnung dieses Prozesses wird deutlich hervorgehoben in der Publikation Qualitätsmanagement und KVP – Hans-Böckler-Stiftung. Ein qualifizierter TÜV-Qualitätsbeauftragter oder ein vergleichbar zertifizierter Experte zeichnet sich dadurch aus, dass er genau diese kulturelle Verankerung im Unternehmen moderieren kann.

Praxis-Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihr Kurs das Risikomanagement nicht nur theoretisch behandelt. In der Prüfung und später im Unternehmen müssen Sie handlungsfähig sein. Sie sollten die wichtigsten Risiken Ihres Bereichs samt Maßnahmen und Wirksamkeitsnachweis spontan erläutern können. Verweisen Sie nicht nur auf Formulare.

4. Zertifizierung und Anerkennung: Der Wert nach ISO 17024

Markttransparenz ist im Bildungssektor oft eine Herausforderung. Wenn Sie eine Weiterbildung als Qualitätsbeauftragter planen, werden Sie eines feststellen: Der Begriff „QMB“ ist gesetzlich nicht geschützt. Theoretisch könnte jede Schulungseinrichtung ein Fantasie-Zertifikat ausstellen. Für Unternehmen und Ihre eigene Karriere ist jedoch eine Unterscheidung entscheidend. Es gibt einfache Teilnahmebescheinigungen und es gibt akkreditierte Kompetenznachweise.

Der Goldstandard hierfür ist die DIN EN ISO/IEC 17024.

Warum ISO 17024 den Unterschied macht

Ein Personenzertifikat nach dieser Norm belegt Ihre Kompetenz durch eine unabhängige Stelle. Die Prüfung erfolgt losgelöst vom Schulungsanbieter. Das garantiert Objektivität. Der Trainer ist nicht der Prüfer. Die Arbeitsweise der Zertifizierungsstellen für Personen laut DAkkS unterliegt strengen Überwachungen. Dies sichert die Anerkennung des Zertifikats als valider Kompetenznachweis. Dies gilt nicht nur national. Auch international wird der Abschluss anerkannt.

Für Arbeitgeber bedeutet dies Zertifikatssicherheit. Sie wissen, dass der QMB nicht nur den Kurs besucht hat. Er hat das Wissen nachweislich verinnerlicht und kann es anwenden.

Marktführer und Standards

In Deutschland haben sich neutrale Institutionen als Maßstab etabliert. Dazu gehören die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) oder die verschiedenen TÜV-Gesellschaften. Ein TÜV Zertifikat oder ein Abschluss der DGQ signalisiert im Lebenslauf sofort Qualität. Hier wurde nach definierten Standards geprüft.

Ein Blick auf die DGQ Personenzertifizierungsstelle zeigt exemplarisch die hohen Hürden:

  • Trennung von Training und Prüfung: Zur Vermeidung von Interessenkonflikten.
  • Befristete Gültigkeit: Zertifikate nach ISO 17024 sind in der Regel drei Jahre gültig.
  • Re-Zertifizierung: Zur Verlängerung müssen Sie Praxisnachweise erbringen oder Auffrischungsschulungen besuchen.

Unsere Einschätzung: In unserer Beratungspraxis empfehlen wir Unternehmen, explizit auf diese akkreditierten Abschlüsse zu achten. Dies gilt bei der Auswahl von QMBs oder bei der Förderung von Mitarbeitenden. Die Pflicht zur Re-Zertifizierung zwingt Qualitätsmanagementbeauftragte zur Weiterbildung. Sie müssen sich mit aktuellen Normrevisionen wie der kommenden ISO 9001:2026 auseinandersetzen. Dies ist ein entscheidender Vorteil für die langfristige Wirksamkeit Ihres Managementsystems.

5. Karriere und Gehalt: Lohnt sich die Investition?

Die Frage nach dem „Return on Invest“ (ROI) ist bei beruflichen Weiterbildungen essenziell. Dies gilt sowohl für Sie als Fachkraft als auch für Ihr Unternehmen. In unserer Beratungspraxis erleben wir regelmäßig den Erfolg einer fundierten QMB-Ausbildung. Sie wirkt als entscheidender Karrieretreiber. Sie verwandeln sich vom operativen Mitarbeiter zum strategischen Partner der Geschäftsführung. Doch wie spiegelt sich dieser Wertzuwachs in Zahlen und Perspektiven wider?

Der finanzielle Aspekt: validierte Daten statt Spekulationen

Finanziell betrachtet bewegt sich das Gehalt eines Qualitätsbeauftragten in einem sehr stabilen und attraktiven Rahmen. Qualitätssicherung nimmt in nahezu allen Branchen eine Schlüsselfunktion ein. Gehälter hängen jedoch stark von Faktoren wie Unternehmensgröße, Region und Branche ab. Daher warnen wir vor pauschalen Versprechungen auf Drittanbieter-Portalen.

Für eine realistische Einschätzung empfehlen wir offizielle statistische Quellen. Der Fachkraft – Qualitätssicherung/-management – Entgeltatlas Bundesagentur für Arbeit bietet Ihnen hierfür valide und aktuelle Daten. Diese Statistiken belegen einen klaren Trend. Mit steigender Verantwortung und Qualifikation vom QMF zum QMB steigt auch das Entgeltniveau signifikant an.

Der Karrierepfad: Vom Einsteiger zum Strategen

Eine Karriere im QM ist durchlässig und bietet klare Aufstiegschancen. Die Rolle des QMB ist hierbei oft nicht die Endstation. Sie dient als wichtiges Scharnier für weiterführende Management-Aufgaben. Typischerweise beobachten wir folgenden Entwicklungspfad:

  1. QM-Fachkraft (QMF): Der Einstieg. Der Fokus liegt oft auf der operativen Ebene, der Datenerfassung und der Unterstützung bei der Dokumentation.
  2. Qualitätsmanagementbeauftragter (QMB): Der strategische Schritt. Sie steuern das System und berichten an die oberste Leitung. Sie übersetzen Normanforderungen in lebendige Prozesse.
  3. QM-Manager: Die Erweiterung. Hier übernehmen Sie oft Personalverantwortung. Sie entwickeln das QMS strategisch im Sinne der Unternehmensziele weiter.
  4. Auditor (intern oder extern): Die Spezialisierung. Mit entsprechender Erfahrung prüfen Sie Systeme auf Herz und Nieren. Dies tun Sie entweder im eigenen Unternehmen oder als Dienstleister für Zertifizierungsgesellschaften.

Nutzen für Arbeitgeber

Auch für Unternehmen ist die Finanzierung dieser Ausbildung eine lohnende Investition. Ein QMB mit Verständnis für das Handwerk spart Kosten. Dies gelingt durch Fehlervermeidung und Prozessoptimierung. Wer hier spart, riskiert höhere Folgekosten durch ineffiziente Abläufe oder Abweichungen im Audit. Die Kompetenz im eigenen Haus zu haben, sichert dauerhaft die Wettbewerbsfähigkeit.

Fazit und unsere Empfehlung

Die Entscheidung für eine fundierte Ausbildung zum QMB markiert in vielen Unternehmen einen Wendepunkt. Es geht weg vom reinen Abarbeiten von Normkapiteln. Das Ziel ist ein lebendiges Managementsystem zur Prozessoptimierung und Senkung der Fehlerkosten. Wer Qualitätsmanagement als strategisches Werkzeug versteht, investiert mit dieser Weiterbildung direkt in die Zukunftsfähigkeit der eigenen Organisation.

Doch ein Zertifikat allein garantiert noch keinen Erfolg. In unserer Beratungspraxis erleben wir häufig Probleme bei frisch ausgebildeten Qualitätsmanagementbeauftragten. Sie scheitern an internen Hürden. Gründe sind oft fehlende Befugnisse, unklare Ressourcenverteilung oder mangelndes Commitment der Führungsebene. Das theoretische Wissen aus den Lehrgängen muss zwingend in die individuelle Realität Ihres Unternehmens übersetzt werden.

Genau hier setzt unsere Unterstützung an:

Bildungsträger wie TÜV oder DGQ vermitteln das notwendige Fachwissen. Wir sorgen danach dafür, dass dieses Wissen in Ihrem Unternehmen wirksam wird. Wir begleiten Sie nicht bei der Schulung. Wir begleiten Sie bei der strategischen Implementierung der Rolle.

Wie wir Sie unterstützen:

  • Organisatorische Verankerung: Wir helfen Ihnen bei der Integration der Stabsstelle QMB in Ihr Organigramm. Dabei klären wir die nötigen Befugnisse.
  • Praxis-Transfer: Wir unterstützen Ihren QMB bei der Übersetzung abstrakter Normanforderungen in schlanke Prozesse.
  • Coaching & Sparring: Gerade zu Beginn ist der Austausch wichtig. Wir stehen als erfahrene Partner für Rückfragen zur Verfügung. So vermeiden Sie typische Anfängerfehler bei der Systempflege.

Lassen Sie das erworbene Know-how nicht verpuffen. Sorgen Sie dafür, dass Ihr QMB vom ersten Tag an operativ wirksam werden kann.

Nutzen Sie unsere Expertise für Ihren Start: Buchen Sie jetzt ein unverbindliches Erstgespräch. Gemeinsam analysieren wir die nötigen Rahmenbedingungen in Ihrem Unternehmen. Nur so kann Ihr Qualitätsmanagementbeauftragter seine Rolle erfolgreich ausfüllen.

FAQ: Häufige Fragen zur QMB-Ausbildung

Die Ausbildung zum QMB ist oft der entscheidende Schritt zur aktiven Steuerung eines Qualitätsmanagementsystems (QMS). In unserer Beratungspraxis erreichen uns immer wieder ähnliche Fragen. Hier finden Sie kompakte Antworten basierend auf den aktuellen Marktanforderungen.

Welche Voraussetzungen brauche ich für die Ausbildung zum QMB?

Die meisten zertifizierten Lehrgänge setzen fundiertes Basiswissen voraus. In der Regel benötigen Sie den Abschluss als Qualitätsmanagement-Fachkraft (QMF). Alternativ dient ein vergleichbarer Nachweis über Kenntnisse der DIN EN ISO 9000-Familie als Eintrittskarte.

Unsere Einschätzung aus der Praxis: Zwar bieten einige Bildungsträger Programme für Quereinsteiger an. Wir raten bei fehlenden Vorkenntnissen jedoch oft zur Vorsicht. Ein modularer Aufbau ermöglicht den Transfer des Gelernten in die Praxis. Kompaktkurse führen gerade bei komplexen Themen oft zu kurzfristigem Lernen ohne nachhaltige Verankerung. Wer strategische Verantwortung anstrebt, sollte auf das solide Fundament der QMF-Ausbildung nicht verzichten.

Ist ein QMB nach ISO 9001:2015 noch verpflichtend?

Formal betrachtet fordert die aktuelle Normversion (ISO 9001:2015) die Rolle des „Beauftragten der obersten Leitung“ nicht mehr namentlich. Das ist jedoch ein theoretisches Detail. Faktisch verlangt die Norm in den Kapiteln 5.3 und 7.2 zwingend zwei Dinge:

Verantwortlichkeiten und Befugnisse müssen klar zugewiesen sein.
Die notwendige Kompetenz für das QMS muss im Unternehmen vorhanden sein.

In der Realität bleibt die Weiterbildung zum Qualitätsbeauftragten damit unverzichtbar. Ohne eine steuernde Person scheitern die meisten Systeme an der Umsetzung.

Wie lange dauert die Ausbildung zum QMB?

Der reine Aufbaukurs zum QMB umfasst bei den großen Bildungsträgern wie TÜV oder DGQ in der Regel etwa 40 Unterrichtseinheiten. Dies entspricht circa 4 bis 5 Tagen Vollzeitunterricht.

Zusätzlich sollten Sie Zeit für das Selbststudium und die Prüfungsvorbereitung einplanen. Viele Teilnehmer unterschätzen den Aufwand. Es geht nicht um das Auswendiglernen. Es geht um die Anwendung auf Fallbeispiele.

Was kostet eine Ausbildung zum Qualitätsmanagementbeauftragten?

Die Investition variiert je nach Anbieter und Format. Die Preise für Präsenzseminare unterscheiden sich von E-Learning-Angeboten. Planen Sie für einen seriösen Kurs einen Rahmen zwischen 1.800 Euro und 2.500 Euro ein.

Hinzu kommen meist noch Prüfungsgebühren sowie die gesetzliche Mehrwertsteuer. Bedenken Sie bei der Budgetierung auch mögliche Reisekosten und Übernachtungskosten. Zudem fallen Kosten für aktuelle Normenausgaben an. Aus unserer Sicht ist dies jedoch gut investiertes Geld. Ein kompetenter QMB spart dem Unternehmen langfristig hohe Summen durch Prozessoptimierung und Fehlervermeidung.

Autor*in
Geschäftsführer @ 

„Seit 1996 berate ich verschiedenste Kunden – von KMU bis zu Großkonzernen. Meine Beratungsschwerpunkte liegen im Bereich der Informationssicherheit und der Managementsysteme. Neben den Projekteinsätzen in unterschiedlichen Branchen bin ich als Dozent für verschiedene Bildungsträger tätig. Meine Devise ist einfache, praktikable und wirtschaftliche Lösungen für unsere Kund*innen zu finden.“


Eckhard Köllner

„Seit 1996 berate ich verschiedenste Kunden – von KMU bis zu Großkonzernen. Meine Beratungsschwerpunkte liegen im Bereich der Informationssicherheit und der Managementsysteme. Neben den Projekteinsätzen in unterschiedlichen Branchen bin ich als Dozent für verschiedene Bildungsträger tätig. Meine Devise ist einfache, praktikable und wirtschaftliche Lösungen für unsere Kund*innen zu finden.“

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